IQ-Test

Intelligenztests sind gerade dann eine Notwendigkeit, wenn Kinder eigentlich sehr pfiffig sind, aber in der Schule schlechte Leistungen zeigen, sich verweigern, verhaltensauffällig sind (sowohl Träumerchen als auch Klassenclown), zu Hause aggressive Verhaltensweisen zeigen, häufig krank sind und Eltern, LehrerInnen oder ErzieherInnen Probleme bereiten.
Wichtig dabei ist nicht nur, dass der richtige IQ-Test benutzt wird, sondern auch das „Drumherum“ der Testsituation. Damit die Testergebnisse ein möglichst hohes Maß an Aussagekraft haben, ist es wichtig, dass verschiedene Kriterien eingehalten werden müssen.

Ganz wichtig! 

Bitte achten Sie darauf, Fragen Sie nach der Qualifikation, auch einen Doktor-Titel zu führen heißt nicht unbedingt, dass man auch testen darf und kann! Eine Promotion über biologische Fachthemen oder eine chirurgische Facharztausbildung kann Ihnen nicht weiterhelfen. Gerade wenn es um Testungen geht, gibt es viele schwarze Schafe. Deshalb weisen wir ausdrücklich nochmals daraufhin. Fragen Sie nach der Qualifikation des Testenden. Wenn es sich um eine reelle Sache handelt, wird Ihnen deswegen niemand böse sein. Denn, wie eingangs gesagt: Sie lassen ja schließlich Ihr Auto auch nicht beim Bäcker reparieren!

Weitere wichtige Kriterien einer qualifizierten Intelligenztestung:

  • Die Testsituation verlangt eine ungestörte Umgebung, keine Unterbrechungen(z.B. durchs Telefon, kurze Gespräche mit Kollegen oder andere Störungen) und eine
  • Durchführung am Vormittag.
  • Die zu testende Person muss am Testtag gesund, ausgeruht und in einer guten psychischen Verfassung sein.
  • In jedem Fall ist es wichtig vor der Testung auf eine evtl. Krankheit oder psychische Probleme des zu Testenden hinzuweisen.
  • Selbstverständlich sollte es sein, dass Sie nach Beendigung des Testes ein belegbares Ergebnis erhalten, z.B. bekommen Sie bei einem Intelligenztest nach der Auswertung ein schriftliches Begabungs-Profil ausgehändigt und eine entsprechende Erläuterung dazu.
  • Der Tester muss fachlich versiert sein. Testen sollten ausschließlich Personen, die eine abgeschlossene Hochschulausbildung (Fachhochschule reicht nicht) in den Fächern Psychologie oder Pädagogik/Erziehungswissenschaften nachweisen können. Dies bedeutet mindestens einen Abschluss in Form eines Diploms, eines Magisters oder eines Masters.
  • Der Test sollte ohne Pause durchgeführt werden, es sei denn, das Verfahren schreibt dies ausdrücklich vor.
  • Der Tester muss schon eine gewisse Routine an den Tag legen und kein Neuling im Bereich der Testdiagnostik sein.
  • Bitte beachten Sie:
    Begabungsdiagnostik sollte nur von einem Personenkreis durchgeführt werden, der Erfahrung im Umgang mit begabten und hochbegabten Kindern hat. Erkundigen Sie sich genau nach den Qualifikationen (siehe oben).
  • Achten Sie darauf, dass ein standardisierter Intelligenztest durchgeführt wird, nur so erhalten Sie objektive Vergleichszahlen.

Welches Test-Verfahren für Sie oder Ihr Kind?
Im Bereich der Intelligenzmessung gibt es viele IQ-Test-Verfahren, die unterschiedliche Bereiche der Intelligenz messen und deshalb nicht immer zur Diagnostik von Hochbegabung geeignet sind. Die bekanntesten Testungen im Bereich der Diagnostik bei Kindern im Grundschulalter bis ca. 15 Jahren sind das AID3 und der HAWIK IV, jetzt WISC IV genannt. Sie finden eine entsprechende Übersicht unter http://www.logios.de/intelligenztest-iq-test-hochbegabung-kinder-erwachsene-jugendliche.